LOGOCOS Naturkosmetik gehört jetzt L’Oréal | News

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Paris: L’Oréal kauft deutschen Naturkosmetik-Hersteller

Wir wissen, dass bereits viele namhafte Blätter und Medien darüber berichtet haben, aber auch wir möchten einen kleinen Turn dazu geben. Am 1. August wurde offiziell bekannt gegeben, dass in Paris beschlossen wurde, dass die L’Oréal-Gruppe den deutschen Naturkosmetik-Hersteller LOGOCOS Naturkosmetik samt seiner Marken Fitne, Heliotrop, Sante, Logona und Neobio aufgekauft hat. Ein Preis wurde dafür nicht bekannt gegeben, fesr steht nur, dass LOGOCOS derzeit einen Umsatz von 59 Mio. Euro erzielt.

L’Oréal’s Strategie dahinter sei eine Änderung der Unternehmensstrategie. Nach Naturkosmetik und grünen Alternativen wird immer mehr gefragt, weshalb neben L’Oréal auch andere große Konzerne, wie P&G und Schwarzkopf immer weiter in grüne Alternativen investieren. Der Kauf von LOGOCOS soll helfen, diesen Markt zu stärken.

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L’Oréal-Chef Jean-Paul Agon gab über dem Handelsblatt bekannt, die Expansion der Marken auch im Ausland voran treiben zu wollen.

Tausende Kunden beschwerten sich direkt im Internet, insbesondere auf den Social Media-Seiten der jeweiligen Marken, viele grüne Beautyblogs beendeten die Veröffentlichung weiterer Artikel gegenüber diesen Marken und andere, wie I+M Naturkosmetik in twitterten zum Utopia-Tweet einfach “Wir nicht. Schöne Grüße von @iplusmberlin”.

Die meisten trennen sich vor allem vom Unternehmen, weil L’Oréal weiterhin offiziell Tierversuche betreibt. Das geht zwar nicht direkt von L’Oréal aus, aber da der Konzern weiterhin in China verkauft, werden Tierversuche unterstützt. Dort ist für die Zulassung kosmetischer Artikel nämlich ausschließlich der Tierversuch zugelassen. Wer also in China verkauft, führt Tierversuche durch, auch wenn in der EU der Einsatz an Inhaltsstoffen, die ausschließlich in der Kosmetik verwendet werden, sowie am Produkt selbst, Tierversuche untersagt sind. Inhaltsstoffe, die aber auch in anderen Zwecken verwendet werden, wie z.B. der Medizin, dürfen weiterhin an Tieren getestet werden.

Durch die Internationalisierung und den Verkauf im Ausland befürchten Kunden daher zurecht, dass dies jetzt auch für Produkte des Naturkosmetik-Herstellers LOGOCOS der Fall sei.

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In einem Facebook-Post kommentierte der Hersteller zu den vielen Kundenfragen übrigens:

Hinsichtlich der jüngsten Pressemeldungen möchten wir gerne Stellung beziehen:
Eine Vision unseres Firmengründers Hans Hansel hat sich erfüllt: Naturkosmetik ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen; werteorientierter Konsum ist immer mehr Menschen wichtig und Nachhaltigkeit ist ein einflussreiches Kriterium im Kaufverhalten geworden. Der Markt wächst weiter und die Geschwindigkeit der Veränderungsprozesse nimmt zu; es Bedarf großer Anstrengungen, damit wir unserer Rolle als Impulsgeber der Branche weiterhin gerecht werden. Mit L’Oréal haben wir die großartige Möglichkeit, mit unseren tollen Marken den Wandel weiter mitzuprägen und unsere einzigartige Expertise als weltweiter Pionier der Naturkosmetik in die L’Oréal Gruppe einzubringen.
“Aus Liebe zur Natur” – LOGOCOS steht seit jeher für Naturkosmetik in höchster Qualität. Umweltschutz und Ressourcenschonung sind und bleiben feste Bestandteile der Firmenphilosophie und Leitbild der Produktion.

Link zum Post

Wie es nun genau weiter geht, steht offen. Viele kleinere Geschäfte betonten jedoch bereits, Produkte der Marken nicht weiter zu führen und beginnen bereits, die Legale zu räumen. Zudem kommen tausende Kunden, die in Zukunft auf alternative Marken zurück greifen werden.

Unsere Meinung
Wir sind hier tatsächlich sehr geteilter Meinung. Zwar sind wir froh, dass ein deutscher Hersteller so interessant wirkt, dass ein riesiger Weltkonzern ihn kauft, zugleich muss man sich aber fragen, um welchen Preis. Und damit meinen wir keine Aktien und den Kaufpreis des Unternehmens, sondern den Preis rund um Ethik und vor allem die Vermarktung in Länder, wo Tierversuche weiterhin Pflicht sind. Wir haben sehr oft und sehr gerne Produkte des Herstellers gekauft, sind aber mittlerweile auch gewählt, eher zu anderen Marken zuzugreifen, die nicht im Ausland verkaufen und insbesondere nicht in China.

Insbesondere dadurch, dass der grüne Markt boomt, ist es nicht schwer, eine Alternative, gute Marke direkt im Regal vor Ort zu finden. dm, Rossmann, Budni und Müller bieten in tausenden Städten ein vielfältiges grünes Sortiment an, einmal abgesehen von unzähligen Bio-Händlern und Reformhäusern, die ihr Sortiment stets ausarbeiten. Außerdem bemühen sich insbesondere die Drogerie-Eigenmarken rund um alverde, Alterra und Co. um ein breites, vielseitiges Sortiment, dass stets mit neuen, zertifizierten und zum größten Teilen veganen Produkten wirbt. Eine Alternative zu den LOGOCOS-Marken zu finden, ist dementsprechend nicht schwer. 

Quellen:
Berichterstattung WUV.de (Sante gehört jetzt zu L’Oréal)
Berichterstattung Handelsblatt (L’Oréal kauft eine Naturkosmetik-Firma aus Hannover)
Berichterstattung DEWEZET (Biomarktkette sagt “Tschüss Logocos”)