Hinweise zu Reviews



Aktualisiert am 09.11.2018

Wir möchten dich an dieser Stelle über Allgemeine Hinweise zu unseren Reviews informieren, Inhaltsstoffe näher bringen und über wichtige Aspekte kosmetischer Produkte informieren. Wir bitten dich diese bei jedem (Nach)Kauf zu beachten.

1. Allergien und Unverträglichkeiten

Trotz Hinweisen, Untersuchungen und Aufdrucken, wie "Dermatologisch bestätigt", "Augenärztlich geeignet", "für Kontaktlinsenträger geeignet", "Non-Komedogen", "Allergiefreundlich", "Hypoallergen" und anderen Hinweisen, sind Unverträglichkeiten und Allergien gegenüber jedem einzelnen Inhalts- und Wirkstoff nicht ausgeschlossen.

Bitte informiere dich im Falle einer allergischen Reaktion unverzüglich über weitere Schritte oder wende dich an deinen Allgemeinarzt bzw. Dermatologen, um zukünftige Unverträglichkeiten und Allergien auszuschließen.

Jeder Mensch ist anders. Das wir keine Reaktionen beim testen feststellen konnten, bedeutet nicht, dass dies auch bei dir der Fall ist.

2. Duftstoffe

Duftstoffe sind Stoffe, die - wie der Name schon sagt - dazu beitragen, dass ein Produkt einen bestimtmen vom Hersteller bestimmten Duft trägt. Es handelt sich bei Duftstoffen nicht nur um aromatische Öle und Zusätze, sondern auch um Konservierungsmittel, die dazu beitragen, dass dieser Duft haltbar bleibt.

Grudsätzlich sind Duftstoffe immer schlecht, unabhängig davon, ob Sie aus natürlichen oder synthetischen Rohstoffen gewonnen wurden. Duftstoffe haben potenziell immer die Möglichkeit, allergische Reaktionen hervorzurufen und bilden daher ein insgesamt großes Riskiko. Insbesondere bei trockene Haut- und Haartypen oder bei Allergikern sollte darauf geachtet werden, dass Produkte zum Einsatz kommen, die keinerlei Duftstoffe enthalten.

Duftstoffe sind z.B. die INCI-Deklaration Parfum, Citronellol, Geraniol, Limonene, Fragrance, Alpha-Isomethyl Ionone, Coumarin, Linalool, sowie verschiedene ätherische Öle, wie z.B. Mentha Piperita Oil.

3. Mikroplastik und Polymere

Mikroplastik hat einige Nachteile gegenüber der Umwelt. Mikroplastik und Polymere können sich im Weltmeer ansammeln und den Lebensraum für viele Arten von Tieren gefährden oder auch durch die Aufnahme von Tieren auf unserem Teller landen.Das Gefahrenrisiko ist bei einigen Stoffen jedoch höher, als bei anderen und für bestimmte Stoffe sogar beinahe ausgeschlossen.

Zu beachten ist auch, dass die Bezeichnung "Mikroplastik" irreführend sein kann. Polyquaternium-7, eines von vielen Polymeren, wird beispielsweise dazu verwendet, um die Haut in einem guten Zustand zu behalten bzw. eine schützende Schicht auf der Haut zu bilden. Sie werden teilweise auch eingesetzt, um Produkte dicker zu gestalten oder eine milchige Konsistenz zu bilden. Polymere werden zwar zu den Mikroplastik-Partikeln gelistet, sind aber eine eigene Kategorie an sich.

Als Gefährlich bzw. Nutzlos werden Mikroplastik-Partikel in Produkten eingestuft, für die bereits bessere Alternativen erhältlich sind, beispielsweise in Zahnpasten, Duschgelen und Peelings.

Zu Mikroplastik gibt es bereits bessere Alternativen. Vermehrt werden beispielsweise Jojobaperlen in Peelings und Zahnpasten eingesetzt, da diese die gleiche Beschaffenheit wie Mikroplastik-Kügelchen besitzen, jedoch vollkommen biologisch abbaubar und ungefährlich für den Menschen sind. In vielen Peelings werden auch vollkommen natürliche Inhaltsstoffe, wie Meersalz oder Zucker als Peelingpartikel eingesetzt.

Es werden aktuell viele Studien dazu durchgeführt, wie der Einsatz beschränkt werden kann, außerdem steht oft in Diskussion, Mikroplastik in kosmetischen Produkten zu verbieten. Viele Länder, auch innerhalb der EU, haben bereits Gesetzt erlassen, die den Einsatz in kosmetischen Mitteln beschränken oder gar unterbieten.

Auch im Sinne der Verbraucher, sowie der Umwelt ist es von Kosmetikherstellern zwingend vorgesehen, den Einsatz von Polymeren und mikroskopisch kleinen Plastikpartikeln zu unterlassen.

4. Palmöl

Gegen Palmöle ist grundsätzlich absolut nichts schlechtes einzuwenden. Das ist für dich neu? Okay, dann erklären wird das.

Palmöl kann auf sehr engem Raum in großen Mengen abgebaut und verwendet werden. Für Palmöl wird wenig Platz benötigt, da Palmöl in den Palmen in hohen Mengen vorkommt. Beispielsweise wird für Kokosöl etwa die doppelte Menge Fläche benötigt, um die gleiche Menge, wie bei Palmöl herstellen zu können. Dadurch müssten widerrum größere Areale gerodet werden, um diesen Stoff in großen Mengen produzieren zu können.

Natürlich kennen wir das große Umweltproblem und die Bedrohung von Lebensräumen. Es gibt jedoch nicht viele Alternativen zu Palmölen, die so sehr untersucht wurden. Palmöl darf nur in extrem hoher Qualität in kosmetischen Produkten verwendet werden und wurde wissenschaftlich bereits vielfach erkundet. So sind derzeit keine hohen Risiken von Palmölen in der Haut- und Haarpflege bekannt oder erwiesen worden, wodurch Sie in der Hautpflege sehr praktisch sind.

Zudem pflegen Sie die Haut und Haare sehr reichhaltig und intensiv, wodurch Sie als eingesetzter Stoff, rein von der Wirkung her, sehr gut sind. Sie sind zudem vielseitig einsetzbar und können beispielsweise auch als natürliches Tensid verwendet werden.

Wir bewerten daher nur dann Produkte schlechter, wenn diese zum größten Teil oder Ausschließlich auf Palmöl als Haut- oder Hautpfleger basieren oder das Produkt im Allgemeinen eine schlechte Wirkung besitzt.

Wichtig zu beachten ist auch, dass es Palmöl aus nachhaltigen Quellen gibt. So setzen auch große Hersteller und Vertriebe, wie EDEKA, dm und Rossmann Palmöl aus zertifizierten und rückverfolgbaren Quellen ein. Sie kommen aus Anbauten, die Lebensraum nicht gefährden oder liefern Palmöle aus kontrolliert biologischem Anbau.

Es gibt also auch "gutes Palmöl", dass in speziellen Gebieten an- und abgebaut wird und Lebensräume von Wildtieren nicht gefährdet. Zudem konnten wir sichtlich feststellen, dass immer mehr Hersteller auf nachhaltiges und zertifiziertes Palmöl setzen.

WWF Scorecard
Vor Kurzem wurde die WWF Scorecard für Hersteller veröffentlicht. Darin wird bewertet, wie nachhaltig das eingesetzt Palmöl diverser Hersteller ist. Ihr Interesse und Verbrauch wird nach einer Richterskala bewertet und im Bericht zusammen gefasst, der > hier (PDF; WWF.de) eingesehen werden kann. Sofern ein Unternehmen entsprend dieses Berichtes bewertet wurde, fließt dies in die Bewertung ein. Einige Inhaltsstoffe teilen sich eine INCI-Deklaration, sodass einige möglicherweise auf Palmöl basierende Inhaltsstoffe, nicht klar und deutlich als Palmöl erkennt werden können. Die Ausweisung von Scorecard-Punkten erfolgt daher ausschließlich dann, wenn der Inhaltsstoff klar als direktes Palmöl deklariert und vom System erkannt wird.

5. Hormonell wirksame Stoffe

Parabene stehen sehr stark in der Kritik und werden auch bei GooLoo sehr negativ angesehen. Zu beachten ist jedoch, dass eine Gefahr erst dann ausgeht, wenn der Stoff in höheren Konzentrationen eingesetzt wird.
Bis zu bestimmten Höchstgrenzen geht von den Stoffen keine Gefahr aus. Dies gilt jedoch auch immer abhängig davon, von wem die Produkte angewandt werden. Beispielsweise haben Erwachsene eine höhere Toleranz gegenüber den Stoffen, wie Kinder oder Neugeborene.

Die EU-Kosmetikverordnung hat festgelegt, dass die Höchstkonzentration von Parabenen als Konservierungsmittel 0,4% nicht übersteigen darf, bei Parabengemischen zusammen max. 0,8%. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommis­sion (SCCS) sind diese Konzentrationen als Konservierungsmittel für Methyl- und Ethylparabene sicher. Für Butyl- und Propylparabene werden hierbei 0,19% empfohlen. Isopropyl-, Isobutyl-, Phenyl- und Pentyl­paraben sollen laut der EU verboten werden, da nicht ausreichend Daten vorhanden sind. (Quelle: Stiftung Warentest)

Kurzübersicht als sicher eingestufte Höchstkonzentrationen:
Für Methyl- und Ethylparabene
Parabene bis 0,4%
Parabengemische bis zusammen maximal 0,8%

Für Butyl- und Propylparabene 
max. 0,19%

Isopropyl-, Isobutyl-, Phenyl- und Pentylparabene sollen auf Wunsch von der EU verboten werden, da hier nicht ausreichend Daten vorliegen.

Phenylparabene sind in der Verwendung verboten (Quelle: Beyer&Söhne).

Es gibt aber auch weitere Inhaltsstoffe, die ein Gefahrenrisiko tragen. Das sind zum Beispiel künstlich hergestellte Duft- und Konservierungsstoffe, sowie UV-Filter oder -absorber. So z.B. Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenone-1/2/3, die einen UV-Filter darstellen oder Cyclotetrasiloxane, dass einen Stoff basierend auf Silikonen darstellt. Alle Inhaltsstoffe, die grundsätzlich ein solches Risiko tragen, werden von uns grundsätzlich schlechter eingestuft, insbesondere aus dem Grund, dass es bereits bessere und sichere Alternativen gibt.

Produkte mit Parabenen werden von GooLoo immer kritisch bewertet. Produkte, die Parabene enthalten, können jedoch weiterhin mit voller Punktzahl bewertet werden, wenn die Wirksamkeit perfekt ist. Produkte, die eine hohe Anzahl an Parabenen haben oder deren Inhaltsstoffliste viele Parabene enthalten, werden in der Regel schlechter bewertet.

Beachtet werden sollte immer, dass auch eine Formulierung mit hormonell wirksamen Inhaltsstoffen für normal herangewachsene Erwachsene ungefährlich sind, sofern die EU-Höchstkonzentrationen eingehalten wurden, was in Studien und Tests immer wieder getestet wird. Ein Risiko besteht vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, weshalb diese Stoffe in Produkten für Kinder nicht eingesetzt werden dürfen.

6. Silikone

Der Einsatz von Silikonen wird seitens GooLoo nichts als schlecht oder abwertend eingestuft, ausgenommen dabei sind Produkte der Kategorie "Haarpflege". Silikone haben unheimlich viele Vorteile bei der Hautpflege.

Sie können so beispielsweise die Haut verschließen, sodass aufgenommene Pflegestoffe nicht mehr von der Haut abweichen können und somit zwangsweise einziehen. Insbesondere bei Produkten für extrem schwache und gereizte Haut wird auf Silikone gesetzt, um eine Barriere zu schaffen, in der Pflegestoffe nicht mehr austreten können. Sie dienen zudem als Oberflächenglätter, sodass die Ebene der Haut ausgeglichen wird.

Aus diesem Grund empfehlen wir die Anwendung von Silikonen in einem großen Bereich von Pflegeprodukten, selbstverständlich auch stets mit Ausnahmen in bestimmten Kategorien.

Grundsätzlich abwertend sehen wir den Einsatz von Silikonen in der Haarpflege. Grund dafür ist, dass die Silikone eine Schicht bilden können, die die Haare dauerhaft verschließen, beispielsweise dann, wenn die Haare täglich mit Wärme behandelt werden. In diesem Falle bleiben die Silikone bis zum auswachsen und abschneiden im Haar, sodass Pflegeprodukte die Ebene nur schwer durchdringen können.

Silikon kann zudem insbesondere bei der dekorativen Kosmetik von Vorteil sein, auch laut Meinung führender Make Up Artists. Silikone füllen Löcher und Spalten in der Haut aus, wodurch eine ebene Fläche entsteht. Make Up kann besser haften und das Hautbild wirkt frischer und jünger. Produkte mit Silikonen können einfach abgenommen werden, ohne Rückstände zu hinterlassen.

In der Haarpflege setzen wir daher grundsätzlich auf Produkte, die keinerlei Silikone enthalten. In der Hautpflege können diese jedoch unheimlich effektiv und wirksam sein. Aus diesem Grund ist die Einstufung des Einsatzes von Silikonen immer situationsbedingt.

7. Bewertung und Einstufung mit Hilfe von Codecheck

GooLoo wertet die Inhaltsstoffe der Produkte mit Hilfe von Codecheck, jedoch nicht alleine auf dessen Basis, sondern auch durch Erkentnisse und Nachforschungen von Einrichtungen wie BUND oder dem Bundesinsitut für Risikobewertung (BfR).

Grundsätzlich werden Produkte jedoch zum allergrößten Teil alleine durch die Wirksamkeit bzw. der Ergebnisse der Anwendung bewertet.

Die Inhaltsstoffe führen im Anschluss nur noch zu einer abschließenden Bewertung, die dann durch den 1. Teil - Wirksamkeit und Anwendung -, sowie dem 2. Teil - Inhaltsstoffe -, zu einer Gesamtbewertung zusammengetragen werden.

GooLoo gibt im Beitrag die Inhaltsstoffe an, die auf Codecheck.info zum Produkt zur Verfügung stehen. Zuvor prüfen wir jedoch, ob diese Inhaltsstoffe noch aktuell sind. Sind Sie nicht mehr aktuell (durch Prüfung der vorliegenden Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung oder der Webseite des Herstellers), werden diese korrigiert oder selbständig in die Datenbank eingetragen.

GooLoo wird niemals Inhaltsstoffe blind von Codecheck.info zum Beitrag übertragen, sondern erst dann, wenn diese durch GooLoo abgeglichen wurden.

8. Aktualität, Gewährleistung

Bitte beachte, dass ein Hersteller zu jeder Zeit Änderungen in seinen Formulierungen vornehmen kann. Inhaltsstoffe, die auf GooLoo.de angegeben sind, entsprechen unter Umständen nicht mehr den auf der Produktverpackung angegebenen Inhaltsstoffe. Prüfe vor der Anwendung daher, ob die Inhaltsstoffe noch dem aktuellen Stand entsprechen. Unsere Inhaltsstoffangaben sind jeweils am Tag der Veröffentlichung gegengeprüft worden.

Inzwischen könnten unter Umständen bereits neue Erkentnisse hervor gebracht werden oder neue Gutachten eine neue Bewertung einräumen. GooLoo kann bei über 3.000 Produkten keine nachträgliche Änderungen vornehmen, da uns dies menschlich und technisch schlichtweg nicht möglich ist. Bitte prüfe daher bei Interesse zu den Inhaltsstoffen und Bewertungen nach, ob diese Bewertungen noch dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Eine einfache Möglichkeit ist z.B. das aufrufen des Produktes auf Codecheck.info. Aktuelle Informationen bietet z.B. auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter https://www.bfr.bund.de/de/start.html

Im Allgemeinen kann GooLoo für alle Angaben keinerlei Haftung, Gewährleistung und/oder Garantie übernehmen.
Hinweise zu Reviews Hinweise zu Reviews Reviewed by Nico Pahl on 23:20:00 Rating: 5

Keine Kommentare:

Powered by Blogger.