Zu deutsch: Myrrhe. Vor allem das Harz der Myrrhe wird in der Kosmetik verwendet. Das Harz besteht aus drei Fraktionen: einem ätherischen Öl (Sesquiterpene wie Curzerene, Furanodiene, β-Elemene), einem Gummianteil (Polysaccharide) sowie einem Harzanteil (Triterpensäuren: α- und β-Boswelliasäure-analoge Verbindungen, Commiferin).
Myrrheöl und -resin können bei sensibilisierten Personen allergische Kontaktreaktionen auslösen; die enthaltenen Sesquiterpene (insbes. Furanoterpenverbindungen) sind als potenzielle Allergene beschrieben. Bei therapeutischer Anwendung in verdünnter Form (2–3%) ist die Verträglichkeit in Studien gut.
Eine 2025 in Scientific Reports (Nature) erschienene Studie untersuchte systematisch den Myrrhe-Harzextrakt (Commiphora myrrha) auf antimikrobielle, antioxidative und wundheilende Eigenschaften.
Antimikrobiell: Der ethanolische Extrakt zeigte die breiteste Wirkung gegen verschiedene Keime
Antioxidativ: Die Ethylacetat-Fraktion hatte die stärkste Radikalfänger-Aktivität – relevant, da oxidativer Stress die Wundheilung hemmt
Wundheilung: Der Extrakt förderte die Wundheilung in vitro um 98,4% – allerdings nur bei Konzentrationen unterhalb der zytotoxischen Schwelle (IC₅₀: 24,53 µg/ml). Die Konzentration ist also entscheidend
Tierversuche (2015): Myrrhe-Formulierungen beschleunigten Wundverschluss, Epithelisierung und verbesserten die Hautreißfestigkeit – vergleichbar mit Standard-Antibiotika
Synergie mit Weihrauch: Die Kombination mit Boswellia sacra verstärkt die Heilungseffekte in Fibroblasten-Studien synergistisch