Chemische Peelings

Unter “chemische Peelings” fassen wir vier verschiedene Arten zusammen: Alpha-Hydroxysäuren (AHA), Beta-Hydroxysäure (BHA), sowie Poly-Hydroxysäuren (PHAs) und Retinoide. AHAs werden vielfältig und in großer Auswahl in Kosmetik genutzt. Hierzu zählen u.a. Mandel-, Milch- oder Glykolsäure. Sie werden eringesetzt, um das Hautbild zu verfeinern, die Zellentwicklung zu fördern, Hyperpigmentierungen zu behandeln und Falten entgegen zu wirken. Der einzige Vertreter der BHA, der in Kosmetik eingesetzt wird, ist die Salizylsäure. Sie wirkt stark keratolytisch und antibakteriell, weshalb es zur Behandlung von Pickeln, entzündlichen Hauterkrankungen, wie z.B. Akne, oder aber auch als stark wirkendes keratolytisch angewendetes Mittel, z.B. in der Fußpflege eingesetzt wird. Anders als die AHAs wirkt BHA tiefgehender und kann in tiefere Hautschichten eindringen; weiterhin befreit es Mitesser von ihrer Umhüllung, sodass sich diese aus der Haut lösen können. PHAs sind besonders sanft wirkende Säuren, die im Grunde genommen eine Kombination aus den Vorteilen der AHAs und BHA darstellen. Sie kommen natürlich in der Haut vor und werden durch die Lactobionsäure, sowie Gluconolactone vertreten. Sie sind extrem sanft, helfen bei der Abschuppung der Haut und wirken entzündungshemmend. Wegen ihrer aufwendigen Herstellung sind sie derzeit nur selten vertreten und kommen vor allem in Mittelklasse-Produkten, sowie in apothekenpflichtiger Kosmetika vor. Anders als beispielsweise AHAs verursachen PHAs kein brennendes Gefühl oder Juckreiz und eignen sich daher besonders für sehr empfindliche Hauttypen.