Sodium Coco-Sulfate (SCS) ist ein Tensid aus Kokosöl, das häufig als natürlichere oder mildere Alternative zu Sodium Lauryl Sulfate (SLS) vermarktet wird – ein Ruf, der wissenschaftlich kaum haltbar ist.
Der Grund: SCS ist kein einheitlicher Wirkstoff, sondern ein Gemisch verschiedener Fettsäuresalze aus Kokosöl – und je nach Zusammensetzung besteht es zu 40 bis 66% schlicht aus SLS. Zellstudien an menschlichen Keratinozyten zeigen, dass SCS die Hautbarriere ähnlich stark schädigt und den Zellstoffwechsel ähnlich stark hemmt wie SLS selbst. Das weitverbreitete Marketing-Argument, SCS sei aufgrund größerer Moleküle nicht in der Lage, in die Haut einzudringen, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
Für Menschen mit bekannter SLS-Unverträglichkeit ist SCS daher keine geeignete Alternative – wer auf SLS reagiert, reagiert mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf SCS.