Sodium Lauryl Sulfate

Sodium Lauryl Sulfate (SLS) ist ein weit verbreitetes Tensid (Reinigungsmittel), das in Shampoos, Duschgels und Zahnpasten eingesetzt wird – und gleichzeitig eines der am besten erforschten hautreizenden Substanzen in der Dermatologie.

SLS ist ein kleines Molekül, das tief in die äußere Hautschicht eindringen kann. Dort schädigt es die natürliche Hautbarriere, indem es Proteine verändert und wichtige Lipide (Ceramide) herauslöst. Die Folge: erhöhter Feuchtigkeitsverlust, Rötungen und eine geschwächte Schutzfunktion der Haut – abhängig von Konzentration und Einwirkdauer. Studien zeigen, dass etwa jeder fünfte Mensch in Allergietests auf SLS reagiert; besonders betroffen sind Männer, Personen über 40 sowie Menschen mit berufsbedingten Hautproblemen oder Handekzemen.

Behörden wie die FDA und das CIR stufen SLS als sicher ein – jedoch nur für Produkte, die schnell abgespült werden (Rinse-off). In Produkten, die auf der Haut verbleiben (Leave-on), sollte die Konzentration 1% nicht überschreiten. Für Menschen mit vorgeschädigter Hautbarriere – etwa bei Neurodermitis, Psoriasis oder Rosacea – kann SLS selbst in Rinse-off-Produkten problematisch sein. Ökologisch ist SLS zwar gut biologisch abbaubar, in hohen Konzentrationen jedoch akut wassertoxisch.

Quellen

Eileen Pahl
Veröffentlicht am: 2. Oktober 2019 um 21:31 | Zuletzt bearbeitet: 17. März 2026 um 23:03
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