Jean&Len Keratin Leave-In Aufbau Spray

Gestern habe ich euch ja bereits das Shampoo und die dazu passende Spülung der Keratin Mandel-Serie von Jean&Len vorgestellt und auch in hohen Tönen gelobt. Die Serie bündelt natürliche, sowie synthetische Komponenten und ermöglicht einen Umstieg auf silikonfreie Formeln, ohne dabei die Sicherheit und den Schutz, den Silikone bieten, zu vernachlässigen.

Nachdem ich die ersten Male Shampoo und Spülung ausprobiert habe und auf Anhieb Begeisterung an der Serie aufgebracht habe, entschied ich mich dazu, nochmal zu dm zu gehen und mir das dazu passende Aufbau-Spray nachzukaufen.

Ich muss aber sagen, dass das Spray und ich auf Anhieb nicht zu freunden wurden. Beginnen wir aber auch hier erst einmal mit der Formel: auch hier werden gebündelte Aminosäuren-Komplexe, z.B. aus Soja, und Weizen, sowie Proteine aus Weizen angewendet, aber auch einzelne Aminosäuren, wie Serine und Threonine werden eingesetzt. Als einziges Produkt der Serie ist hier aber auch ein Polymer im Einsatz.

Zwar helfen Polymere ähnlich wie Silikone und lagern sich zusätzlich auch nicht im Haar an, sind dafür aber umweltbedingt nicht gut anzusprechen. Polymere werden duch Filteranlagen nicht herausgefiltert und sammeln sich in immer mehr Böden und Tieren an. Warum gerade Jean&Len hier ein Polymer einsetzt, ist mir nicht ganz schlüssig.

Ich habe das Serum erst einmal so angewendet, wie ich es bei jedem anderen Leave-In Spray tun würde: indem ich es auf das noch nicht gebürstete, handtuchtrockene Haar aufgetragen habe und erst im Anschluss meine Bürste verwendet habe, um das Haar durchzukämmen.

Das war aber ein doch großes Problem: Anders, als mir alle bekannten Leave-In Sprays hat es dem Haar eher Textur verliehen, anstelle sie zu entziehen. Dadurch ließ sich das Haar im Vergleich sogar noch schwieriger kämmen, als vorher.

Ab dem nächsten Tag bzw. der nächsten Anwendung habe ich es daher anders gemacht. Nach der Reinigung und Pflege mit Shampoo und Conditioner habe ich das Haar handtuchtrocken gelassen, erst gebürstet und dann erst das Leave-In Spray aufgetragen. Danach habe ich das Haar noch einmal durchgebürstet, sodass sich das Spray von Kopfhaut bis zum Ende der Spitzen gleichmäßig verteilt.

Zwar ließ sich das Haar jetzt endlich wieder schmerzlos kämmen, dass Spray hat dem aber nicht wirklich geholfen. Schließlich wurde es erst danach angewandt. Auch so konnte ich dem Spray nicht wirklich viel abgewinnen. Und das obwohl ich der beste Kanditat dafür wäre. Ich habe seit Jahren chemisch behandeltes Haar, dass Silikone nur zu gut kennt und zwingend Aufbauhilfe benötigt.

Aber das Spray hat der Serie nicht wirklich viel hinzugefügt. Pflege und intensive Reinigung boten mir schon alleine Shampoo und Conditioner und auch an der Textur des Haares ließ sich nicht mehr viel ändern. Spätestens der Conditioner hat das Haar butterweich gemacht, sodass es sich problem- und schmerzlos kämmen ließ. Und es verlieh dem Haar den letzten Schliff; auch hier durch pflanzliche Proteine und Keratin.

Für mich war der Einsatz des Sprays wertlos. Denn dort wo es ansetzt, nämlich bevor man das Haar durchkämmt, bot es mir keine Hilfe. Es ist also für den Schritt ziemlich wert- und nutzlos. Zwar bietet es Wirkstoffe, die sowohl in Shampoo, als auch Spülung nicht eingesetzt werden – oder zumindest nicht in den Mengen; aber dort, wo es wirken sollte, zeigt es keine wirkliche Wirkung.

Natürlich muss man klar zugeben, dass eine Wirkung nicht immer sofort einen Effekt erzielt, sondern sich ein Effekt auch immer erst durch Wirkung aufbauen und bilden kann; aber jetzt im Moment kann ich dem Spray nicht sonderlich viel abgewinnen. Das Haar erhält eigentlich schon alles, was es braucht, durch Shampoo und Spülung bei täglicher Anwendung; das Spray gibt nur einen letzten Schliff, auf den aber in den meisten Fällen durchaus auch verzichtet werden kann.

Ich habe es jetzt über mehrere Wochen nach jeder Anwendung aufgetragen aber einen wirklichen Unterschied konnte ich nicht feststellen. Natürlich habe ich dafür erst einmal das Shampoo und den Conditioner alleine verwendet, um einen Vergleich zu haben. Es bietet zwar den ein oder anderen Hilfs-Wirkstoff, der in Shampoo und Spülung nicht vorkommt; aber keinen essenziellen, unentbehrlichen Wirkstoff. Für mich war das Spray daher am Ende eher ein Fehlkauf, als eine Pflegeergänzung, wobei sich natürlich aber immernoch jeder eine eigene Meinung bilden sollte, indem er für sich ausprobiert und testet, was gut tut. Das Ergebnis kann hier durchaus von meinem abweichen – das gilt aber für alle Produkte.

Inhaltsstoffe

AQUA, ISOPROPYL ALCOHOL, POLYSORBATE 20, WHEAT AMINO ACIDS, SOY AMINO ACIDS, ARGININE HCL, Serine, Threonine, HYDROLYZED WHEAT PROTEIN, CETRIMONIUM CHLORIDE, GLYCERIN, CITRIC ACID, POLYQUATERNIUM-16, ETHYLHEXYLGLYCERIN, PHENOXYETHANOL, BENZYL ALCOHOL, SODIUM BENZOATE, POTASSIUM SORBATE, PARFUM.

Ohne Farbstoffe
Parabenfrei
Silikonfrei
Vegan

Wichtig: Die Inhaltsstoffe entsprechen den Angaben auf dem vorliegenden Testprodukt. Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung sind ausschlaggebend. Bitte beachte auch unsere Allgemeinen Hinweise. Du findest hilfreiche Informationen rund um die Inhaltsstoffe in unserem INCI Glossar.

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Wichtige Merkmale und Hinweise

Ohne Farbstoffe
Parabenfrei
Silikonfrei
Vegan

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Produkttransparenz

Inhalt: 100ml
Hergestellt in: Deutschland
Hersteller: Jean&Len GmbH
Dieses Produkt wurde gesponsert: Nein, wir haben dieses Produkt selbst gekauft.

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Jean&Len Keratin Leave-In Aufbau Spray - 4.95€
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