Vasenol Skin Expert Intensive Rescue Bodylotion

Ihr alle wisst, dass, wenn ein neues Produkt für sehr trockene, hypersensible oder allergene Haut raus kommt, es wahrscheinlich hier landen wird. Ich habe schon mein Leben lang Neurodermitis und liebe es daher neue Formeln für sehr, sehr trockene und sensible Haut auszuprobieren und hierbei auch schon so einige Schätze gefunden.

Mir unbekannt war die Marke Vasenol – doch inzwischen hat jeder mindestens 30 Mal den Vasenol Werbespot gesehen. Entweder im Fernsehen, auf Twitch, YouTube oder wo sonst noch Videoanzeigen laufen. Bevor die Welle an Spots kam, war ich bereits bei dm und habe mir die Intensive Rescue Bodylotion ohne Farb- und Duftstoffe gekauft.

Wie der Name schon verrät, basiert Vasenol zum Teil auf Vaseline und Petrolaten. Da das nun wirklich nicht übersehbar ist, werde ich mit der Kritik hier ein wenig seichter umgehen, aber dennoch natürlich noch drauf eingehen. Vasenol ist übrigens ein deutsches Produkt und wurde in Leipzig hergestellt. Dann wurde es mit der US-Marke Vaseline vereint und dann an Unilever verkauft. Informationen dazu, wie lange Unilever Vasenol bereits besitzt, habe ich leider nicht gefunden, der Markteintritt in Deutschland war aber offiziell 2021.

Was mir erst einmal positiv an der Formel auffiel war, dass sie nicht auf Petrolaten basiert; also sie als Grundstoff einsetzt, der wirkt, sondern vor allem auf Glycerin setzt. Dieser ist ganz oben in der Liste aufgeführt, hinzu kommen Feuchthaltemittel u.a. auf Basis von Palmöl, danach kommen Silikonöl und erst danach Paraffin und Petrolat (Vaseline).

Gesetzt wird hier also vor allem auf das Lipid Glycerin, dass tatsächlich sehr wirksam ist und daher auch in fast jedem Kosmetikprodukt eingesetzt wird. Ob Shampoo, Duschgel, Zahncreme oder Bodylotion: Glycerin ist überall enthalten – zurecht. Ich gehe sehr stark davon aus, dass hier eine besonders hohe Menge enthalten ist – im zweistelligen Prozentbereich; schließlich wird es auch als Hauptwirkstoff der gesamten Formel aufgesetzt.

Die Bodylotion ist weiß mit einer ganz leichten Transparenz, wie es für eine Lotion typisch ist. Sie hat eine ganz angenehme Konsistenz, die sich einfach aus der Flasche entnehmen und auf der Haut verteilen lässt. Jedoch sollte man sie auf keinen Fall so anwenden, wie in der Werbung. In den Vasenol-Spots wird pro Bein gefühlt eine ganze Walnuss-Größe an Bodylotion verwendet. Diese Menge würde man NIEMALS einmassieren können.

Die Konsistenz ist nämlich zwar sehr leicht scheinend, die Lotion verteilt sich aber extrem lange. Es ist deshalb wirklich nur ein kleiner Tropfen für ziemlich große Areale notwendig. Pro Arm verwende ich beispielsweise nicht mehr als einen Tropfen auf der Fingerkuppe und selbst das ist manchmal schon zu viel. Die Bodylotion sollte wirklich sparsam dosiert werden.

Was mir wirklich, wirklich gut gefällt ist, dass Unilever ausnahmsweise mal die Produktbeschreibung wirklich wahrheitsgetreu gestaltet hat. Es wird gesagt, dass bereits ab der ersten Anwendung Spannungsgefühle, Trockenheit und Juckreiz gehemmt werden. Und das stimmt tatsächlich.

Ja, es hat auch mich persönlich mehr als überrascht, aber Vasenol lindert wirklich wie kaum ein anderes Produkt alles Symptome von trockener Haut. Sofort nach der Anwendung hört der Juckreiz auf, die Haut spannt überhaupt nicht mehr und fühlt sich tatsächlich auch wahnsinnig glatt, geschmeidig und weich an.

Obwohl ich wirklich nicht damit gerechnet habe und gerade die Formel mit so einigen kontroversen Wirkstoffen erst einmal mehr Angst, als Interesse auslöste, muss ich sagen, dass Vasenol hier wirklich gut getroffen hat. Die Haut fühlt sich wirklich sofort nach der Anwendung generalüberholt an. Auch eine Gewöhnung konnte ich nicht feststellen.

Es bleiben aber dennoch einige sehr kontroverse Wirkstoffe. Zum einen wird der Viskositätsregler EDTA eingesetzt, der in Studien genotoxische, also genschädigende Wirkungen nachgewiesen wurden; weiterhin werden zwei Parabene, Methyl- und Propylparaben eingesetzt, die ausschließlich bei Erwachsenen eingesetzt werden dürfen. Denn es hat sich gezeigt, dass Parabene durchaus in der Lage sind, hormonelle Änderungen auszulösen, wobei dies kontrovers diskutiert wird. Ich versuche jedenfalls meinen Parabengehalt so gering wie möglich zu halten.

Außerdem werden auch Polymere eingesetzt. Polymere zählen zu einer Untergruppe der Mikroplastik-Partikel, da sie von Kläranlagen in der Regel nicht gefiltert werden können und sich dadurch immens in der Umwelt anreichern. Außerdem ist zu beachten, dass ein PEG-Derivat enthalten ist. Das macht die Haut durchdringlicher, wodurch sich die Gefahr der anderen kritischen Stoffe natürlich erhöht.

Fazit

Grundsätzlich gilt für mich daher folgendes: Ja, die Wirkung ist wirklich, wirklich gut. Der hohe Anteil an Glycerin speichert immens viel Feuchtigkeit, die beigefügte Hyaluronsäure ermöglicht zudem die Erhöhung des Speichervolumens an Feuchtigkeit. Außerdem wird mehr auf Silikone, als auf Petrolate gesetzt (wenn auch nur ggf. geringe %-Abweichungen zwischen den beiden bestehen) – Silikone dienen durchaus als Feuchtigkeitsspeicher und schützender Film, der eine Atmung der Haut noch zulässt, was beispielsweise bei Petrolaten nicht der Fall ist (inkl. Vaseline).

Für mich besteht daher grundsätzlich nur eine Empfehlung, wenn andere Mittel nicht wirken oder aber preislich nicht auf teure Apotheken-Kosmetika gesetzt werden kann. Ich kenne das, auch ich bin finanziell nicht gerade gut ausgelegt. Im Gegenteil.

Ich kann mich daher auch durchaus darin sehen, dass es eines der wenigen Produkte sein wird, die 1) überall erhältlich sind, 2) wirken und 3) auch noch günstig sind. Bedarf ist also auf jeden Fall da und grundsätzlich kann ich die Wirkung auch empfehlen.

Man sollte es aber nicht damit übertreiben. Die Formel enthält nahezu alle kritischen Stoffgruppen, weshalb man die Anwendung wirklich sparsam vornehmen sollte. Grundsätzlich kann ich sie erst einmal empfehlen, wenn wirklich eine hohe Sensibilität besteht, aber zugleich möchte ich auch darauf hinweisen, dass es weitaus bessere Produkte gibt (Stichwort CeraVe).

Inhaltsstoffe

Aqua, Glycerin, Stearic Acid, Isopropyl Palmitate, Glycol Stearate, PEG-100 Stearate, Dimethicone, Paraffinum Liquidum, Glyceryl Stearate, Petrolatum, Cetyl Alcohol, Hydrolyzed Hyaluronic Acid, Phenoxyethanol, Methylparaben, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Triethanolamine, Propylparaben, Stearamide AMP, Disodium EDTA, Hydroxystearic Acid.

Ohne Duftstoffe

Wichtig: Die Inhaltsstoffe entsprechen den Angaben auf dem vorliegenden Testprodukt. Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung sind ausschlaggebend. Bitte beachte auch unsere Allgemeinen Hinweise. Du findest hilfreiche Informationen rund um die Inhaltsstoffe in unserem INCI Glossar.

Empfehlungen; Haut- und Haartypen

Sehr trockene, sensible, angegriffene Haut.

Wichtige Merkmale und Hinweise

Ohne Duftstoffe

 8720181090868

Produkttransparenz

Inhalt: 200ml
Hergestellt in: Niederlande
Hersteller: Unilever RA
Dieses Produkt wurde gesponsert: Nein, wir haben dieses Produkt selbst gekauft.

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Vasenol Skin Expert Intensive Rescue Bodylotion 3.95€
Overall
85%
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  • Hautfreundlichkeit - 80%
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  • Formel - 70%
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  • Wirkung - 95%
    95%
  • Verarbeitung - 85%
    85%
  • Wirkversprechen - 95%
    95%

Fazit

Grundsätzlich gilt für mich daher folgendes: Ja, die Wirkung ist wirklich, wirklich gut. Der hohe Anteil an Glycerin speichert immens viel Feuchtigkeit, die beigefügte Hyaluronsäure ermöglicht zudem die Erhöhung des Speichervolumens an Feuchtigkeit. Außerdem wird mehr auf Silikone, als auf Petrolate gesetzt (wenn auch nur ggf. geringe %-Abweichungen zwischen den beiden bestehen) – Silikone dienen durchaus als Feuchtigkeitsspeicher und schützender Film, der eine Atmung der Haut noch zulässt, was beispielsweise bei Petrolaten nicht der Fall ist (inkl. Vaseline).

Für mich besteht daher grundsätzlich nur eine Empfehlung, wenn andere Mittel nicht wirken oder aber preislich nicht auf teure Apotheken-Kosmetika gesetzt werden kann. Ich kenne das, auch ich bin finanziell nicht gerade gut ausgelegt. Im Gegenteil.

Ich kann mich daher auch durchaus darin sehen, dass es eines der wenigen Produkte sein wird, die 1) überall erhältlich sind, 2) wirken und 3) auch noch günstig sind. Bedarf ist also auf jeden Fall da und grundsätzlich kann ich die Wirkung auch empfehlen.

Man sollte es aber nicht damit übertreiben. Die Formel enthält nahezu alle kritischen Stoffgruppen, weshalb man die Anwendung wirklich sparsam vornehmen sollte. Grundsätzlich kann ich sie erst einmal empfehlen, wenn wirklich eine hohe Sensibilität besteht, aber zugleich möchte ich auch darauf hinweisen, dass es weitaus bessere Produkte gibt (Stichwort CeraVe).

Pros

Lindert sofort
Schützt die Hautschutzbarriere
Hoher Glycerin-Anteil

Cons

Stark synthetische Formel
Enthält Parabene und PEGs

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