🌱 Balea Professional Hairlicious Shampoo & Leave-In Conditioner

baleaprofessionalhairliciousshampooleaveinconditioner

Seit jetzt knapp zwei oder drei Monaten gibt es die Hairlicious-Serie von Balea als limitierte Edition in den dm-Märkten. Für mich war es ein bisschen katastrophal, an die Produkte heran zu kommen, denn aus irgendeinem Grund hat man sich dafür entschieden, die Produkte nur in ausgewählte Märkte zu bringen und online waren sie natürlich schnell ausverkauft. Es hat bei mir also ein wenig gedauert, bis ich sie überhaupt in den Händen halten konnte.

Das gesamte Angebot konnte ich nicht kaufen, denn viele Produkte waren bereits aus den Regalen leer gekauft. Aber immerhin Shampoo, Leave-In Conditioner, Kopfhautpeeling und Pre-Wash Maske konnte ich mir noch sichern, wobei ich die tatsächlich die letzte Pre-Wash Maske aus einer Filiale gekauft habe.

Balea verspricht eine besonders schonende und sanfte, stark pflegende Formel für alle Haartypen, verbunden mit einer unterstützenden Zusatzpflege aus Peeling und Maske. Das Shampoo und auch der Leave-In Conditioner werden als sanft, pflegende und feuchtigkeitsspendend angepriesen. Auf der Shampoo-Flasche wird z.B. von einer besonders pflegenden Formel gesprochen.

Wenn man sich die Formel dann aber einmal ansieht, ist das ganze Humbug. Das Shampoo ist extrem billig aufgesetzt und enthält keinerlei pflegenden Komponenten. Sulfate reinigen das Haar, als Pflegestoffe dienen Panthenol und Hydroxypropyl Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride. Beide Stoffe sind extreme Massenprodukte und kommen in nahezu jedem anderen Shampoo aus der Drogerie vor; selbst in den 55 Cent Shampoos von Balea.

Auch in der Spülung ist so gut wie nichts vorhanden. Auch hier sind Hydroxypropyltrimonium Chloride und Panthenol so ziemlich die einzigen Stoffe, die dem Haar irgendetwas zurück geben. Für die Kopfhaut sind keine spezifischen Wirkstoffe vorhanden. Dennoch werden beide Produkte mit je 1,95€ für fast das vierfache vom Balea Standard-Shampoo angeboten; nur eben in einer hübscheren Flasche und Pumpspender.

Kommen wir also einmal zur Anwendung. Das Shampoo lässt sich dank des Pumpspenders gut dosieren und schäumt dank der Sulfate und Co-Tenside kräftig auf. Es bildet einen sehr dicken, gut verteilbaren und einfach einzumassierenden Schaum, der sich ebenso einfach wieder aus dem Haar heraus waschen lässt. Das Haar wird gründlich gereinigt; auch Styling-Rückstände und sogar übriggebliebene Pigmente aus semi-permanenten Haartönungen werden kräftig ausgewaschen.

Da das Shampoo das einzige Wash-Out Produkt ist, fühlt sich das Haar nach dem duschen oder waschen erst einmal grausam an. Es ist komplett trocken, strohig und ihm fehlt es massiv an Glanz. Auch das Gefühl ist wie Stroh. Schließlich hat man dem Haar gerade alle möglichen Fette und Rückstände entzogen. Also geht man aus der Dusche heraus und dackelt mit seinem Strohballen auf dem Kopf zum Leave-In Conditioner.

Dieser ist sehr flüssig und hat eine wässrige, leichte Konsistenz. Im Grunde genommen ist es eine Wasser-Basis, in der ein bisschen Farbe, Panthenol und der haarpflegende Wirkstoff Hydroxypropyltrimonium Chloride eingebettet wurde. Den Conditioner soll man gründlich im Haar verteilen und mit den Fingern kräftig einarbeiten; von der Kopfhaut bis in die Spitzen. Hierbei entstand schon das erste Problem.

Trägt man den Conditioner nahe am Ansatz auf, so ist es nahezu unmöglich, dass Haar zu bändigen. Denn hier verklebt sich der Conditioner gerne, sodass er selbst nicht dann verfliegt oder trocknet, wenn man den Föhn minutenlang auf die selbse Stelle setzt. Ab der zweiten Anwendung habe ich daher die erste Hälfte meines Haares komplett ausgelassen und das Produkt nur noch in die untere Hälfte meines Haares aufgetragen.

Ich habe das Haar danach so gründlich wie nur irgendwie möglich durchgebürstet, um den wässrig-öligen Conditioner gründlich zu verteilen. Durch vielfaches durchkämmen war der Conditioner immerhin so gut verteilt, dass man sich die Haare trocknen konnte, ohne dass ölige oder glänzende Stellen zurück blieben. Gepflegt waren sie dennoch nicht.

Fazit

Das Haar hat sich nach der Anwendung immernoch trocken angefühlt. Zwar wurden die unteren Haarlängen leicht an den Haarfasern geglättet, sodass eine Haarbürste etwas besser durch das Haar gleiten konnte, aber das Haar war bei weitem nicht gepflegt.

Gerade an den Spitzen konnte man wirklich gebrochene, zerrissene Fasern entdecken. Sie waren trocken, widerspenstig und auch deutlich anfälliger für Haarbruch. Wohl gemerkt: beide Produkte hatte ich am gleichen Tag nach meinem Friseurbesuch angewendet, wo mir gerade alle toten Enden weg geschnitten wurden. Denn ich möchte bei einem Haarpflege-Test sicher gehen, dass das Ergebnis gerecht ist.

Das Haar fühlte sich einfach nicht gesund oder gut an. Die Haarfasern waren sehr rau und man konnte auch sehr deutlich sehen, dass das Haar deutlich weniger Glanz hatte. Gerade die trockenen Enden haben auf die Haut sogar “gepiekst”, waren also komplett spitz und “hart”.

Ich hatte mich ehrlich gesagt wahnsinnig auf den Test gefreut, weil ich mir dachte, dass Balea vielleicht ein bisschen in eine professionelle, aber modern gestaltete Richtung geht, aber an der Formel stimmt so einiges nicht. Die Sulfate kann ich absolut verstehen; auch ich würde sie im Shampoo einsetzen, weil unser Haar einfach ein Fänger für Schweiß, Talg, Öl, Ablagerungen und Umweltschmutz ist, wo ein aggressives Tensid gründlich arbeiten muss. Aber warum man dann kaum Pflegezusätze einsetzt, die das Haar wirklich nähren, um die Wirkung wieder auszugleichen, verstehe ich nicht.

Problematisch fand ich auch die Leave-In Lösung des Conditioners. Ich hätte mir ganz einfach eine vernünftige Spülung unter der Dusche gewünscht. Es ist nicht nur zeitaufwendig, wenn man längeres Haar hat, sondern verklebt auch bei falscher Anwendung. Ich hätte es viel besser gefunden, es wie das Shampoo einfach als Rinse-Off-Produkt zu formulieren.

Ich kann das Shampoo teilweise empfehlen, wenn man eine “pure” Tensid-Lösung haben möchte (z.B. weil man verschiedene Extrakte nicht verträgt, kein Pferdekeratin im Haar haben möchte, etc.), aber beim Conditioner hört’s dann auf. Das Shampoo würde ich mir VIELLEICHT nachkaufen, wenn ich denn eine Spülung finde, die die Wirkung des Shampoos auch wieder ausgleicht.

Inhaltsstoffe

Shampoo: AQUA, SODIUM LAURETH SULFATE, COCAMIDOPROPYL BETAINE, SODIUM CHLORIDE, PARFUM, SODIUM BENZOATE, CITRIC ACID, PANTHENOL, POTASSIUM SORBATE, HYDROXYPROPYL GUAR HYDROXYPROPYLTRIMONIUM CHLORIDE, CI 45100, SODIUM SULFATE.
Leave-In Conditioner: AQUA, CETEARYL ALCOHOL, GLYCERIN, COCO-CAPRYLATE, GUAR HYDROXYPROPYLTRIMONIUM CHLORIDE, BETAINE, CETRIMONIUM CHLORIDE, DISTEAROYLETHYL HYDROXYETHYLMONIUM METHOSULFATE, PARFUM, SODIUM BENZOATE, PANTHENOL, CITRIC ACID, POTASSIUM SORBATE, MICA, CI 77891, CI 77491, SILICA, TIN OXIDE, TOCOPHEROL.

Ohne Mikroplastik
Ohne Parabene
Ohne Silikone
Vegan

Wichtig: Die Inhaltsstoffe entsprechen den Angaben auf dem vorliegenden Testprodukt. Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung sind ausschlaggebend. Bitte beachte auch unsere Allgemeinen Hinweise. Du findest hilfreiche Informationen rund um die Inhaltsstoffe in unserem INCI Glossar.

Empfehlungen; Haut- und Haartypen

Alle Haartypen.

Wichtige Merkmale und Hinweise

Ohne Mikroplastik
Ohne Parabene
Ohne Silikone
Vegan

 4058172893308, 4058172893315.

Produkttransparenz

Inhalt: 250ml, 200ml
Hergestellt in: Deutschland
Hersteller: dm-drogerie markt GmbH & Co.KG
Dieses Produkt wurde gesponsert: Nein, wir haben das Produkt selbst gekauft.

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Balea Professional Hairlicious Shampoo & Leave-In Conditioner - 1.95€
Overall
55%
55%
  • Hautfreundlichkeit - 90%
    90%
  • Formel - 60%
    60%
  • Duft - 50%
    50%
  • Wirkung - 20%
    20%
  • Verarbeitung - 90%
    90%
  • Wirkversprechen - 20%
    20%

Fazit

Das Haar hat sich nach der Anwendung immernoch trocken angefühlt. Zwar wurden die unteren Haarlängen leicht an den Haarfasern geglättet, sodass eine Haarbürste etwas besser durch das Haar gleiten konnte, aber das Haar war bei weitem nicht gepflegt.

Gerade an den Spitzen konnte man wirklich gebrochene, zerrissene Fasern entdecken. Sie waren trocken, widerspenstig und auch deutlich anfälliger für Haarbruch. Wohl gemerkt: beide Produkte hatte ich am gleichen Tag nach meinem Friseurbesuch angewendet, wo mir gerade alle toten Enden weg geschnitten wurden. Denn ich möchte bei einem Haarpflege-Test sicher gehen, dass das Ergebnis gerecht ist.

Das Haar fühlte sich einfach nicht gesund oder gut an. Die Haarfasern waren sehr rau und man konnte auch sehr deutlich sehen, dass das Haar deutlich weniger Glanz hatte. Gerade die trockenen Enden haben auf die Haut sogar “gepiekst”, waren also komplett spitz und “hart”.

Ich hatte mich ehrlich gesagt wahnsinnig auf den Test gefreut, weil ich mir dachte, dass Balea vielleicht ein bisschen in eine professionelle, aber modern gestaltete Richtung geht, aber an der Formel stimmt so einiges nicht. Die Sulfate kann ich absolut verstehen; auch ich würde sie im Shampoo einsetzen, weil unser Haar einfach ein Fänger für Schweiß, Talg, Öl, Ablagerungen und Umweltschmutz ist, wo ein aggressives Tensid gründlich arbeiten muss. Aber warum man dann kaum Pflegezusätze einsetzt, die das Haar wirklich nähren, um die Wirkung wieder auszugleichen, verstehe ich nicht.

Problematisch fand ich auch die Leave-In Lösung des Conditioners. Ich hätte mir ganz einfach eine vernünftige Spülung unter der Dusche gewünscht. Es ist nicht nur zeitaufwendig, wenn man längeres Haar hat, sondern verklebt auch bei falscher Anwendung. Ich hätte es viel besser gefunden, es wie das Shampoo einfach als Rinse-Off-Produkt zu formulieren.

Ich kann das Shampoo teilweise empfehlen, wenn man eine “pure” Tensid-Lösung haben möchte (z.B. weil man verschiedene Extrakte nicht verträgt, kein Pferdekeratin im Haar haben möchte, etc.), aber beim Conditioner hört’s dann auf. Das Shampoo würde ich mir VIELLEICHT nachkaufen, wenn ich denn eine Spülung finde, die die Wirkung des Shampoos auch wieder ausgleicht.